Mall-Umwelt-Lexikon für Regenwasser, Abscheider und Holzpellets

Mit dem Umwelt-Lexikon erklären wir Ihnen Begriffe aus den Produktbereichen Regenwasserbewirtschaftung, Abscheider, Kleinkläranlagen und Neue Energien.

46 Begriffe
 

Bakterien

Die Bakterien (Bacteria) (Singular das Bakterium, veraltet auch die Bakterie; von griechisch βακτήριον baktērion ‚Stäbchen‘) bilden neben den Eukaryoten und Archaeen eine der drei grundlegenden Domänen, in die alle Lebewesen eingeteilt werden.

Bakterien sind wie die Archaeen Prokaryoten, das bedeutet, ihre DNA ist nicht in einem vom Cytoplasma durch eine Doppelmembran abgegrenzten Zellkern enthalten wie bei Eukaryoten, sondern bei ihnen liegt die DNA wie bei allen Prokaryoten frei im Cytoplasma, und zwar zusammengedrängt in einem engen Raum, dem Nucleoid (Kernäquivalent).

Die Wissenschaft und Lehre von den Bakterien ist die Bakteriologie.

Bakteriologische Wasseruntersuchung

Untersuchungsverfahren zur Feststellung, wie viele Bakterien einer Wasserprobe auf einem Nährboden bestimmter Zusammensetzung zur Vermehrung zu bringen sind (Koloniezahl) und ob sich unter ihnen Keime aus dem Darm von Mensch und Tier befinden (z. B. Escherichia coli).
Sie gehört zur routinemäßigen Überwachung von Wasserversorgungsanlagen und dient dazu, den Ausbruch bzw. die Verbreitung wasserübertragbarer Krankheiten (z.B. durch Salmonellen) zu vermeiden.

Bakterizide

Bakterien abtötende Stoffe, deren bakterizide Wirkung sich von der bakteriostatischen dadurch unterscheidet, dass nach Entfernen des Mittels Wachstum und Vermehrung der Bakterienzellen nicht wieder beginnen.

Basen

Ringförmige chemische Substanzen, Bausteine der Nukleinsäuren DNA und RNA. In der DNA kommen vier Basen vor: Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). In der RNA ist Thymin durch Uracil (U) ersetzt.

Behältersohle

Behältersohle, Behälterwand und Behälterabdeckung bilden die Grenzen des Behälterinhalts. Die Sohle ist die innere, untere Grenzfläche des Behälters.

Belastungspunkte

Belastungspunkte dienen zur Beurteilung der aus einem Einzugsgebiet zu erwartenden stofflichen Belastung. Je höher die Punktzahl, desto höher die Belastung.

Belebtschlammverfahren

Synonym: Belebungsverfahren

Verfahren der biologischen Abwasserreinigung. Durch ausgiebiges Umwälzen und Belüften (Sauerstoffeintrag) in einem Becken bilden sich durch den Stoffwechsel der Mikroorganismen schleimige bakterienhaltige Flocken, in denen die biologische Selbstreinigung stattfindet; die Flocken setzen sich im Absetzbecken ab.

Bemessungsregenspende

Die Bemessungsregenspende ist eine Kenngröße zur Berechnung von anfallenden Regenwassermengen. Kanäle oder andere Abwasser- und Versickerungssysteme dürfen für eine Bemessungsregenspende keine Überlastungen zeigen. Eine verbreitete Regelung für Planungen nach DIN 1986-100: 2007-04. Für die Bemessung von öffentlichen Kanalisationen und Behandlungsanlagen wird häufig die Regenspende r(15,1) (Dauer 15 Minuten, Überschreitungshäufigeit 1 mal je Jahr) verwendet. Ein Mittelwert für Deutschland liegt hier bei ca. 150 l/s*ha.

Bemessungszufluss

Der Bemessungszufluss (QBem, QB) ergibt sich aus der Multiplikation der Werte abflusswirksame Fläche Au und Regenspende rD,T für den jeweiligen Bemessungsfall. Bei Kanalisationen wird häufig der Wert r(15,1) angesetzt. Bei kleinen Kanalisationen, Versickerungsanlagen, Speicheranlagen wird aus verschiedenen Betrachtungen der ungünstigste Wert ermittelt. Dabei gilt, je kleiner das Einzugsgebiet, desto geringer der Wert D (Regendauer).

Betriebswasser

Synonyme: Gebrauchswasser, Brauchwasser, Nutzwasser, Pflegewasser

Wasser, das gewerblichen, industriellen, landwirtschaftlichen oder ähnlichen Zwecken dient, ohne dass im Allgemeinen Trinkwasserqualität verlangt wird (eine Ausnahme bilden z. B. Lebensmittelbetriebe, die Trinkwasserqualität aufweisen müssen).
Betriebswasser muss je nach Einsatzzweck bestimmte Eigenschaften haben. So darf Kesselspeisewasser nicht korrodierend wirken oder Kesselstein bilden. Bewässerungswasser muss frei von Stoffen sein, die den Boden und die Pflanzen schädigen. Zur Einsparung von Trinkwasser wurden in mehreren Städten Deutschlands Ende des vorigen Jahrhunderts neben den Trinkwassernetzen auch Betriebswassernetze eingerichtet. Aus dessen Netzen wurde Betriebswasser für industrielle und gewerbliche Zwecke, zum Bewässern öffentlicher Grünanlagen, für die Stadtreinigung und teilweise auch für die privaten Haushalte zur Gartenbewässerung abgegeben. Das Betriebswasser wurde üblicherweise aus Flusswasser gewonnen.